Training nach der AFS-methode

Kinder mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie sprechen wenig auf die üblichen Unterrichtsmethoden an, deshalb bringen Nachhilfestunden und Stützunterricht nicht den gewünschten Erfolg. Sie leiden häufig unter Misserfolgen, Frustrationen und körperlichen Reaktionen (z.B. Bauchschmerzen, Unruhe, Schlaflosigkeit). Die AFS-Methode ist speziell für diese Kinder entwickelt worden und ist das Ergebnis verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen. Sie bietet die Möglichkeit, betroffene Kinder mit ihren individuellen Problemen zu erfassen und gezielt zu fördern, um sprachliche und rechnerische Schwierigkeiten zu überwinden. Die AFS-Methode lässt sinnvolle Ergänzungen aus anderen Bereichen zu.

Die AFS-Methode setzt sich aus drei verschiedenen Teilen zusammen:

Aufmerksamkeit: Das betroffene Kind lernt anhand von Übungen, mit den Gedanken bei der Sache zu bleiben.

Funktionen: Zu Beginn des Trainings kläre ich die verschiedenen Funktionen/Sinneswahrnehmungen ab, um Gewissheit zu erhalten, wo die individuelle Förderung ansetzen muss.

Folgende Bereiche können betroffen sein:

  • Optik (Differenzierung, Gedächtnis, Serialität)

  • Akustik (Differenzierung, Gedächtnis, Serialität)

  • Raumorientierung (oben, unten, links, rechts: wichtige Voraussetzung, damit das Lesen und Schreiben gelingt)

  • Körperschema (Orientierung im eigenen Körper, Handmotorik)

Symptome: Das Kind lernt, seine Schreib-, Lese- oder Rechenfehler zu erkennen und zu verbessern.

Von einer Legasthenie oder Dyskalkulie spricht man, wenn alle drei Bereiche betroffen sind. Deshalb werde ich mit dem Kind im Training während jeder Lektion in allen drei Einheiten üben. Die Unterstützung des Kindes muss in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrperson und diplomierter Trainerin erfolgen, damit es den Schulstoff mit der Zeit möglichst selbständig bewältigen kann.